Fahrzeug-Übergabe auf dem Schulhof

KREIS GROSS-GERAU – Eine kleine Elektroauto-Flotte stand am Freitagmittag auf dem Schulhof der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim.

Foto: Kreisverwaltung Groß-Gerau

Nun gehören zwei der drei für den Termin am Windrad platzierten Wagen den Beruflichen Schulen des Kreises Groß-Gerau: Denn Landrat Thomas Will und Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer übergaben einen Opel Ampera der ersten Generation und den Schlüssel dafür an Schulleiter Peter Querbach. Der Wagen war bislang eines der Dienstfahrzeuge der Verwaltungschefs. Als neuer Dienstwagen dient jetzt ein Ampera 2, ein reines Elektrofahrzeug. Statt den alten Ampera, der auch mit Benzin gefahren werden kann, zu verkaufen, kam die Idee auf, den Wagen der Berufsschule mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit zu schenken, sagte Landrat Will. „Wir würdigen damit die Erfolge, die die Werner-Heisenberg-Schule in Sachen Erneuerbare Energien errungen hat.“ Die Schule hat als erste Berufsschule überhaupt im Mai den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung erhalten, war Hessischer Energiesparmeister 2017 und wurde schon 2014 im Energiesparwettbewerb des Kreises Groß-Gerau prämiert. Sichtbares Zeichen des regen Einsatzes für Umwelt- und Klimaschutz ist das Windrad der Schule, das 2015 in Betrieb ging.

Der Ampera mit der zum Spaß aufgeklebten Übergangsnummer WHS E2 2017, den die Werner-Heisenberg-Schule jetzt vom Kreis erhält, dient nicht nur pädagogischen Zwecken, sondern verdeutlicht auch den Technologiewandel. „Die Schule arbeitet jetzt damit, lernt daran und gibt die Erfahrungen an die nächsten Generationen weiter“, sagte Thomas Will. Walter Astheimer ergänzte, dass die Berufsschule das Auto „bestimmt nicht bekommen hätte, wenn sie nicht so aktiv wäre“ – und blickte lobend in Richtung Ulrich Wiese. Der Lehrer hat seit Jahren maßgeblichen Anteil daran, dass die Berufsschule das Thema Erneuerbare Energien so stark in den Fokus nimmt. Mittlerweile ist es ein achtköpfiges Team, das sich dort engagiert.

Schulleiter Peter Querbach dankte im Namen der Schulgemeinde für das Geschenk. „Der Schulträger honoriert unsere Anstrengungen im Bereich Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit“, sagte er. Seine Schule schärfe damit ihr Profil. Der Schwerpunkt „ist derzeit unser Alleinstellungsmerkmal“. Auf dem eingeschlagenen Weg wolle man möglichst viele Schüler/innen und Kolleg/innen mitnehmen.

Ein Auto, an dem sich einiges zu Technik, Wartung und Fahrtechnik von Elektrofahrzeugen lernen lässt, wollte die Schule ohnehin gern anschaffen, so dass die Gabe wie gerufen kommt. „Sie gibt uns Spielraum für weitere Aktivitäten“, so Querbach. Auch die Stromtankstelle auf dem Schulgelände soll ausgebaut werden.

Wer weiß, vielleicht gibt es bald noch größere Möglichkeiten: Die Werner-Heisenberg-Schule ist als eine von 16 internationalen Bildungseinrichtungen im Rennen um den in der Kategorie „Global High Schools“ mit 100.000 US-Dollar dotieren Zayed Future Energy Prize. Die Entscheidung über die Preisträger soll Mitte Januar 2018 fallen. Die Preise werden in Abu Dhabi überreicht.

Den Originalartikel finden Sie hier.

Top