Gelungene Kombination in Rüsselsheim

Zu einem Tag der offenen Tür lud am Samstag, die Werner-Heisenberg-Schule, die zeitgleich Ausrichter der Ausbildungsmesse „Bündnis für Schule und Arbeit“ war.

RÜSSELSHEIM - Zu einem Tag der offenen Tür lud am Samstag, die Werner-Heisenberg-Schule (WHS), die zeitgleich Ausrichter der Ausbildungsmesse war. Während die berufliche Aus- und Weiterbildung an der WHS mit Assistenzberufen, dualen und weiterführenden Ausbildungen beim Tag der offenen Tür im Mittelpunkt stand und sich Schüler über die zahlreichen Bildungsangebote an Rüsselsheims größter Schule informieren konnten, zog es ebenfalls mehrere Hundert Interessierte zur 17. Ausbildungsmesse, bei der sich rund dreißig Unternehmen präsentierten.

Wie auch in den vergangenen Jahren nahmen dort die jungen Menschen die Gelegenheit wahr, Informationen über Ausbildungen und Studiengänge aus „erster Hand“ zu erfahren und gleichzeitig erste Kontakte zu potenziellen Ausbildern und Arbeitgebern zu knüpfen. Interessant war dabei, dass das Interesse an einer herkömmlichen Ausbildung in diesem Jahr ebenso groß gewesen war, wie an den dualen Ausbildungen, die in den vergangenen Jahren besonders nachgefragt wurden.

„Warum sollte ich auf dem Bau lernen? Welche Möglichkeiten habe ich nach der Ausbildung? Und welche Berufe gibt es überhaupt auf dem Bau?“, fragte am Samstag der 16-jährige Niklas, für den ein Studium „keinesfalls“, wie er sagte, in Frage kommt. Dass man auch als Maurer, Betonbauer oder Baugeräteführer Aufstiegschancen hat, gut verdienen kann und dass man nicht nur „Anpacker“ sein sollte, sondern auch ein gewisses Maß an Kreativität bei manchen „Bauberufen“ vonnöten ist, darüber informierte Sascha Jäger vom Bildungsdienstleister Bau Hessen/ Thüringen. „Auch bei uns schlägt sich der Fachkräftemangel nieder“, berichtete Jäger und sprach dabei vielen seiner Kollegen aus der Seele.

„Interessant, was sich hier alles präsentiert“, befand Franka Pattner, die mit ihren Eltern über die Messe bummelte. Neben dem Angebot von Krankenkasse und Banken zog es die 17-jährige Q4-Schülerin auch zum Beratungstisch der Bundespolizeiakademie. Während viele der jungen Besucher durch die Räume bummelten und von Stand zu Stand schlenderten, um Infos oder „Goodies“, wie Kugelschreiber oder Einkaufswagenchips zu sammeln, ließen sich andere auf eine Beratung bei der Bundesagentur für Arbeit ein. „Wir beraten rund um Berufe, aber auch Studiengänge“, erklärt dort Anja Maaß, die auch vielen Eltern Rede und Antwort stand.

Auch die Stadtverwaltung, Kooperationspartner, sowie die städtischen Eigenbetriebe warben um neue Azubis. „Die Stadt ist ein Mitbewerber um die Fachkräfte von morgen“, sagte Oberbürgermeister Udo Bausch, der die Stadtverwaltung als attraktiven, zukunftsorientierten Arbeitgeber bezeichnet. „Wir brauchen Nachwuchs, um den Aufgaben gerecht zu werden, zudem könnten junge Leute mit ihren Ideen den Fortschritt im Öffentlichen Dienst mitgestalten“, sagte Bausch und zeigte sich begeistert vom großen Angebot der Ausbildungsmesse. „Die Veranstaltung mit den rund 30 teilnehmenden Unternehmen zeigt auch, welches Potenzial die Unternehmen in Rüsselsheim und Umgebung beinhalten“, unterstrich der OB. „Die Ausbildungsmesse ist wichtig, gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels“, sagte Peter Querbach, Schulleiter der Werner-Heisenberg-Schule, der sich als Hausherr und Gastgeber über das große Interesse freute. Es sei ein wichtiges Anliegen, Ausbildungen weiter zu bewerben und deren Wert und Qualität in die Öffentlichkeit zu tragen.

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