Spannende Projekte an Werner-Heisenberg-Schule wecken Interesse der Industrie

RÜSSELSHEIM - (amm). Die „Fachschule für Technik“ an der Werner Heisenberg-Schule bietet seit Jahren jungen Facharbeiterinnen und Facharbeitern die Möglichkeit, sich in den Fachrichtungen Elektrotechnik und Maschinenbau zu staatlich geprüften Technikern weiterzubilden. Während der Dauer von insgesamt acht Semestern werden dabei auch Projektarbeiten erstellt, bei denen neben der Kreativität der Lösungen auch der konkrete Nutzen für Mensch und Umwelt wichtige Entscheidungskriterien darstellen.

Im vergangenen Semester beschäftigten sich insgesamt 32 Studierende mit Projekten, an deren Ende erstaunliche, interessante und anschauliche Ergebnisse präsentiert werden konnten. Als für die Schule sicher besonders interessantes Projekt war dabei die „Schwingungsmessung am Windrad“, das sich auf dem Schulgelände befindet und nicht nur Strom für den schuleigenen „Ampera“ produziert. „Schon seit Jahren ist es Ziel, das Windrad in Unterrichtsprojekte einzubinden“, erklärte Projektbegleiter Ulrich Wiese, der sich nun mit seinem Kollegen Fettah Marankoz und den beiden Studierenden freut, die Messungen von Schwingungen am Windrad in Echtzeit sowie die Messungen der Drehzahlen des Windrades und das Ermitteln von Windrichtung und -geschwindigkeiten mit Steuerungstechnik und Bildschirmanlagen anzeigen und aufzeichnen zu können.

„Auch für die Industrie sind Schwingungsmessungen gang und gäbe“, erklärte Wiese, der sich mit seinen Kollegen vor allem auch über ein anlaufendes Kooperationsprojekt zwischen der „Fachschule für Technik“ und der „Hochschule RheinMain“ freut.

Auch das Projekt „Entwicklung einer Tankmulde“ stieß auf großes Interesse. „Wahrscheinlich wird die Tankmulde sogar in Produktion gehen“, freut sich Abteilungsleiterin Dana Aufleger. Trotz aller Erfolge der Studierenden, die ihre Kreise bis in die Industrie ziehen, schlägt sich der Fachkräftemangel auch in der Zahl der Schüler nieder. „Besonders im Bereich der Elektrotechnik würden wir uns mehr Zulauf wünschen“, so Aufleger, die mit ihren Kollegen auf regen Zuspruch beim Infoabend am 30. November hofft. Auch Studieninteressierte, die bereits einen Hochschulabschlusst haben, können sich an der „Fachschule für Technik“ zu staatlich geprüften Technikern weiterbilden. „Hier können die Studierenden dann in höheren Semestern einsteigen und haben eine verkürzte Studienzeit“, sagt Studienrat Fettah Marankoz.

Weitere Projekte waren: „Schwenkvorrichtung“; „Ausbildungsmodul simcode in der Antriebstechnik“; „Optimierung des Hub- und Drehtisches an der KTL“; „Energetische Optimierung eines Prüfstandes für Elektromotoren“; „Nachpressen eines Rahmenlängsträgers“; „Automatisierter Prozessbehälter“; „Optimierung des Reinigungsprozesses von Abluftrohren“. (amm)

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