Theaterstück der WHS thematisiert Gefahren der Onlinewelten

Authentisch vermitteln die Schüler der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim derzeit die Kluft zwischen digitaler und realer Welt mit ihrer neuen Schultheaterproduktion „X-facts“.

RÜSSELSHEIM - In einem Leben zwischen Büchern und Instagrambildern, zwischen Freundschaften und Followerzahlen stellt sich schnell die Frage: Wem kann man vertrauen? Authentisch und nah an ihrem eigenen Alltag vermitteln die Schüler der Werner-Heisenberg-Schule derzeit die Kluft zwischen digitaler und realer Welt mit ihrer neuen Schultheaterproduktion „X-facts“.

In Eigenregie entwickelte die Arbeitsgemeinschaft Theater zusammen mit Schülern der 13. Jahrgangsstufe ein mahnendes Werk, das zwischen realer und digitaler Welt vermittelt.

Im Stück kommen die Stars der Internetwelt zusammen: Das scheinbar unzertrennliche Paar Benifer (Lisa Kampfmann und Baran Demirel), die Youtuberin „Queen of Secrets“ (Lisa Leberfinger), „Triple X“ (Kaplan Selvi) und Tyrone Banks (gespielt von Kaan Korkut und Ivan Chernikov). Sie alle tragen weiße Masken, identifizieren sich über Marktwert und die Anzahl ihrer Follower auf Instagram. Doch ein Blick hinter die Maskerade zeigt: Mit dem realen Leben hat all das wenig zu tun.

Traumpaar führt eigentlich eine Scheinbeziehung

Tyrone Banks heißt eigentlich Tim, hat viele Freunde, aber online tauscht er sich über den Tod und das Jenseits aus, stiftet andere zu selbstgefährdenden Aktionen an. Aus dem scheinbaren Traumpaar Benifer wird im realen Leben eine Scheinbeziehung. Sie verabreden sich, um neue Instagrambilder aufzunehmen und Youtubevideos zu drehen. Danach gehen sie getrennte Wege. „Triple X“ dreht als Tim seine Youtubevideos im heimischen Kinderzimmer und veruntreut Spendengelder. Und hinter der mysteriösen Spitzenreiterin aller Klickzahlen „Queen of Secrets“ steht die Außenseiterin Bella. Es herrscht mehr Schein als Sein – bis die Schüler die Kluft zwischen digitaler und realer Welt enttarnen.

Die Schüler der Werner-Heisenberg-Schule brauchen keine Kostüme und keine aufwendig inszenierte Theatersprache für ihr Stück. Authentisch werden sie zum Abbild ihrer Generation. Mit dem Theaterstück „X-facts“ bringen sie die Gefahren der Onlinewelt auf die Bühne, die sie auch in ihrem Alltag beschäftigen. Das Thema wählten sie selbst. Erste Ideen wurden zu kleinen Szenen, die am Ende zu einem Stück zusammengesetzt wurden. Für die anleitenden Lehrer Daniela Buhl und Markus Bloos ein Erfolgsprojekt.

Den Originalartikel finden Sie hier.

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