Zu Besuch bei „Kabale und Liebe“ der Jungen Bühne Mainz

Eine Rezension über das Theaterstück „Kabale und Liebe“ der Jungen Bühne Mainz
Mit meiner Klasse 11GM der Werner-Heisenberg-Schule besuchte ich (Florian Biondino) die Theateraufführung „Kabale und Liebe“ am 20. März 2019 im Kulturzentrum (KUZ) in Mainz. Hierzu habe ich folgende Rezension verfasst:

 

 

„Kabale und Liebe“ ist ein Drama von Friedrich Schiller und wurde erstmals am 13. April 1784 uraufgeführt. In dem Drama, welches von dem Shakespeare Klassiker „Romeo und Julia“ inspiriert wurde, geht es um die beiden Verliebten Ferdinand und Luise, welche eine verbotene Liebe führen, da beide aus verschiedenen Ständen sind. Ferdinand soll eigentlich Lady Milford heiraten, um seine Macht als Sohn des Präsidenten zu stärken. Dies will er nicht, da er die Bürgerliche Luise Miller liebt. Bei der Aufführung der Jungen Bühne Mainz handelte es sich um eine Neuaufführung bzw. Neuinszenierung, wobei der eigentliche Ständekonflikt des Dramas in den Hintergrund gerückt wurde und sich der Konflikt eher auf die Elternhäuser bezog, indem der Konflikt der Generationen thematisiert wurde.

Das Bühnenbild sah teilweise etwas einsam aus. Es wurde aber gut genutzt. Dabei wurden Polsterkästen, die jeweils mit Buchstaben bemalt waren und zu Beginn des Stückes das Wort „Liebe“ ergaben, oft und gern gebraucht. Dabei muss man aber eingestehen, dass die Nutzung dieser Kästen oft sehr ablenkend wirkte und oft sah es so aus, also wurde dieses Verschieben und Drehen der einzelnen Kästen nicht wirklich geprobt. Die Bühne wurde komplett genutzt und wenn ein Charakter einen Gedanken hatte, ging dieser von der Bühne Richtung Publikum und teilte diesen mit. Was auch gut funktionierte, waren Auf- und Abgänge. Vor allem am Anfang, als plötzlich von dem Eingang der Zuschauer aus eingetreten wurde. Dies erzeugte einen leichten Überraschungseffekt.

Wie schon oben angesprochen, handelte es sich um eine Neuinszenierung. Trotzdem wurden manche Textpassagen aus dem Drama übernommen. Die alte Sprache blieb vorhanden. Der Schauspieler des Wurms hat mich sehr überzeugt. Er spielte seine Rolle gut und kam wirklich schmierig und ekelerregend rüber, so wie er im Drama auch beschrieben wird. Dazu überzeugte er mit Gestik und Mimik. Der Charakter der Frau Miller hingegen war teilweise fehl am Platz. Im Drama ist sie nicht so präsent, wie sie es in der Theateraufführung war. Ihre Auftritte wirkten sehr gezwungen, wie eine Lückenfüllerin.
Generell hat mir die Aufführung trotzdem gefallen und ich würde jemandem, der das Drama gelesen hat und den Inhalt nochmal besser verstehen möchte, empfehlen, sich das Stück anzuschauen.

Top