Was ist das?

Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Dualen Berufsausbildungssystem zwischen Betrieb und Berufsschule.

Die komplexen Werkzeuge für Metall- und Kunststoffteile in der Industrie stellen Werkzeugmechaniker her. Dazu fertigen sie nach der Vorgabe von Technischen Zeichnungen und Plänen zuerst Präzisions-Einzelteile an und bauen diese dann zu funktionstüchtigen Werkzeugen und Werkzeugmaschinen zusammen. Dabei müssen Toleranzen von zehntel- bis hundertstel Millimetern eingehalten werden. Präzises handwerkliches Arbeiten wird durch computergesteuerte CNC Maschinen ergänzt. Weiter programmieren, bedienen, warten und reparieren Werkzeugmechaniker die computerunterstützten Fertigungsmaschinen.

Werkzeugmechaniker arbeiten in Werkhallen von Industriebetrieben oder in Werkstätten aber auch im Service bei Kunden vor Ort. Daher sind für die Qualitätssicherung und die laufende Verbesserung von Prozessabläufen mitverantwortlich.

Zugangsvoraussetzungen

Als Voraussetzung für eine Ausbildungsstelle reicht der Hauptschulabschluss. In der Praxis wählen die Ausbildungsbetriebe allerdings bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss (mittlere Reife). Die Ausbildungsbetriebe treffen die Auswahl ihrer Auszubildenden häufig durch eine Aufnahmeprüfung in der allgemeines technisches und mathematisches Wissen, neben räumlichem Verständnis, getestet werden.

Der Interessierte bewirbt sich um die Ausbildungsstelle direkt im Betrieb. Diese stellen dann die Auszubildenden zu Beginn eines Schuljahres (meist im August oder September des Jahres) zur Ausbildung ein. Es empfiehlt sich, bereits im Vorjahr Kontakt mit den Ausbildungsbetrieben aufzunehmen.

Bildungsziel und fachliche Ausrichtung

Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Die fachpraktische Ausbildung erfolgt in der Regel im Betrieb. Hier werden auch fachbezogene theoretische Inhalte vermittelt. Der Berufsschulunterricht erstreckt sich über 12 Wochenstunden und umfasst neben dem berufsbildenden Unterricht (BBU) die Fächer Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde. An der WHS werden im ersten Ausbildungsjahr außerdem Religion angeboten. Es besteht im zweiten Ausbildungsjahr die Möglichkeit, anstatt Deutsch das Fach Englisch zu wählen.

Wenn die Auszubildenden sehr gute Leistungen nachweisen, kann die Abschlussprüfung vorgezogen und die Ausbildung somit verkürzt werden. Hierzu müssen Auszubildende und Ausbilder einen entsprechenden Antrag bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) stellen. Die Abschlussprüfung findet vor der IHK statt. Sie wird in einen theoretischen und einen fachpraktischen Teil gegliedert und endet mit dem Facharbeiterbrief verliehen durch die IHK. Der fachpraktische Teil kann alternativ auch als betrieblicher Auftrag durchgeführt werden.

Die Berufsschule wird durch ein Abschlusszeugnis in den Lernfeldern der Ausbildungszeit und den begleitenden allgemeinbildenden Fächern abgeschlossen.

Beginn und Dauer

Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Anmeldung und Kontakt

Ansprechpartner und Vermittler für eine Ausbildungsstelle sind die Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsamt), die Industrie- Handelskammer in Darmstadt oder die Ausbildungsbetriebe der Region.

Die Anmeldung für die Berufsschule finde mit Hilfe des unten angefügten Anmeldeformulars statt.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat.

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