In diesem Jahr durften vier unserer Juniorbotschafter – Elyes, Valentin, Hadi und Meraab – gemeinsam mit Frau Neumann an einer besonderen Veranstaltung des Europäischen Parlaments teilnehmen. Dieses Mal ging es für uns nach Luxemburg, wo wir uns mit Botschafterschulen aus Luxemburg, Frankreich, Belgien und Deutschland trafen. Schon bei der Ankunft in dem Hostel, in dem wir untergebracht wurden, wurde uns deutlich, wie international die Gruppe war und wir erhielten einen ersten Vorgeschmack darauf, wie spannend der Austausch in den kommenden Tagen werden würde.
Mittwoch: Ankommen, Kennenlernen und der erste Workshop
Nach unserer Zugreise und dem Einchecken in der Jugendherberge ging es direkt zur Europa Experience im luxemburgischen EU-Parlament. Dort wurden wir herzlich empfangen und hatten schnell die Gelegenheit, andere Juniorbotschafter kennenzulernen, wobei die Kommunikation zumeist auf Englisch erfolgte.
Im ersten Workshop arbeiteten wir in kleinen, internationalen Gruppen an Texten rund um die aktuellen und zukünftigen Themen der Europäischen Union. Dabei kamen wir innerhalb unserer Gruppe intensiv ins Gespräch darüber, welche Werte Europa prägen, und haben unsere Positionen über die verschiedenen Themen ausgetauscht. Besonders interessant war dabei, dass wir trotz der Sprachbarriere zu ähnlichen Schlüssen kamen und gemerkt haben, wie wertvoll ein internationaler Austausch sein kann.
Nach dem Workshop liefen wir gemeinsam zurück in das Hostel und aßen dort gemeinsam zu Abend. Danach startete die City Rallye, bei der wir verschiedene Sehenswürdigkeiten von Luxemburg entdeckten und weitere Schüler kennenlernten. Schon an diesem Abend entstanden erste Kontakte, die für viele von uns über dieses Event hinaus bestehen bleiben werden.
Donnerstag: Geschichte erleben und Themen der Zukunft
Der nächste Morgen begann mit einem Besuch im Schengen-Museum, das uns eindrucksvoll zeigte, wie sehr die europäische Zusammenarbeit unseren Alltag beeinflusst. Die Führung machte deutlich, wie die offenen Grenzen in Europa entstanden sind und warum sie heute so selbstverständlich für uns wirken.
Im Anschluss ging es zurück ins EU-Parlament, wo wir gemeinsam in der Kantine zu Mittag aßen. Auch hier setzten sich die Gespräche mit Schülern aus den anderen Ländern fort – über Schulen, Sprachen, Projekte und natürlich über Europa.
Der Nachmittag war geprägt von zwei weiteren Workshops.
Im ersten ging es um Mehrsprachigkeit in Europa, ein Thema, das in einem so internationalen Umfeld besonders greifbar wurde. Wir sahen, wie viel Arbeit hinter Übersetzungen und Verständigung steckt und warum wir uns Europa heute ohne Sprachenvielfalt gar nicht mehr vorstellen könnten.
Der zweite Workshop drehte sich um Falschinformationen und künstliche Intelligenz. Insbesondere durch den Vergleich von KI-Bildern mit echten Bildern wurde uns bewusst gemacht, wie gefährlich und einfach zu verbreiten Falschinformationen heutzutage sind und wie wichtig eine ausführliche Überprüfung diverser Quellen ist.
Später am Abend fand im Hostel ein Gallery Walk statt, bei dem die teilnehmenden Botschafterschulen ihre Projekte vorstellten. Hier konnten wir sehen, wie unterschiedlich die Ideen und Aktionen an den Schulen sind und wie viel Engagement die Juniorbotschafter europaweit zeigen. Dieser Austausch hat uns viele Anregungen gegeben, was wir selbst künftig an unseren Schulen umsetzen können. Mit Spielen und Karaoke-Singen ging dann das Abendprogramm weiter und alle hatten noch viel Spaß.
Freitag: Diskussion mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments
Am Freitag hieß es dann Koffer packen und auschecken. Doch bevor wir die Heimreise antraten, folgte ein weiteres Highlight, die Diskussion mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Katarina Barley aus Deutschland, Fabienne Keller aus Frankreich und Tilly Metz aus Luxemburg stellten sich den Fragen der Konferenzteilnehmer. Themen waren z.B. Klimaschutz, Fake News und Desinformation und die europäische Migrationspolitik. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde es feierlich, als die Europahymne gespielt wurde und bei den Abschlussfotos war die Begeisterung aller über die mehr als gelungene Konferenz deutlich zu spüren.